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Charleston - Tanz von 1920

10 Sortierungsfeld beginnend ab 10
Mi. - Kinderbetreuung
18.09.2019 21.30
Gibt es einen zweiten Termin?
undMi. - Kinderbetreuung
18.09.2019 21.30

Stundenangabe 4 x 45 min.
50,00 € / Pers.
monatlich


 

Zu diesem Kurs kann man sich auch allein anmelden.

Charleston (Tanz)
Charleston
Art: Einzeltanz, Paartanz
Musik: Swing, Big Band
Taktart: 4/4 Takt
Tempo: 50–75++ TPM
Herkunft: USA
Entstehungszeit: 1920er
Liste von Tänzen
Josephine Baker tanzt den Charleston im Folies Bergère in Paris, 1926

Der Charleston (auch: 20s Charleston) ist ein US-amerikanischer Gesellschaftstanz des 20. Jahrhunderts. Er wurde nach der Hafenstadt Charleston in South Carolina benannt. Die von dem Pianisten und Komponisten James P. Johnson komponierte Jazz-Melodie The Charleston, 1923 erstmals in dem Broadway-Musical Running Wild aufgeführt, verhalf dem Tanz in den USA und in der Welt zu großer Popularität. In Europa wurde er 1925 durch Josephine Baker bekannt.

Obwohl der Tanz ursprünglich von Afroamerikanern entwickelt wurde, konnte er sich in den USA schnell als „weißer" Gesellschaftstanz etablieren. Er wird eng verbunden mit Flappern und Speakeasy-Lokalen. Dort tanzten Frauen, alleine oder zusammen, um sich über die Alkoholprohibition der USA zu mokieren. Dies führte dazu, dass der Tanz im Allgemeinen als provokativ und unsittlich galt.

Eine Tanzbeschreibung von 1925 führt an:

Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach außen und innen gedrehten Knie und Füße. Der Tänzer kann seinen Rücken beugen oder gar in Hockstellung gehen.

Der Charleston ist dabei ein extrem schneller Tanz bei 50–75 Takten pro Minute. Ein – im Original – ebenfalls sehr schneller Tanz ist der Wiener Walzer, der 60 Takte pro Minute aufweist. Normalerweise bewegen sich Tänze bei 30–50 Takten pro Minute.

Grundlage für den Charleston sind isolierte Bewegungen. Das bedeutet, dass man in der Lage ist, einzelne Körperteile, z. B. Arme und Beine, getrennt voneinander bewegen zu können. Rudern mit den Armen und X/O-Kombinationen mit den Beinen sind typisch für den Charleston. Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 konnten sich viele die Abendveranstaltungen nicht mehr leisten, und der Tanz verschwand langsam wieder.

Der Lindy Hop, ein wichtiger Swingtanz der 1930er und 1940er Jahre, hat viele Elemente des Charleston übernommen. Eine geringfügig abgeänderte Tanzform des Charleston wurde in den 30ern und 40ern zu Swing Jazz getanzt. Dieser hatte viele Namen, am bekanntesten sind Lindy Charleston, Savoy Charleston, 30s oder 40s Charleston und Swing(ing) Charleston. Um diese Begriffe besser zu differenzieren, wird der ursprüngliche Charleston daher oft als 20s Charleston bezeichnet.